Archonten




Hier können ab sofort meine Beiträge in http://www.hanjoheyer.de/aktuelles.html diskutiert werden.

Re: Archonten

Ungelesener Beitragvon eander » Do 14. Jan 2016, 19:00

Also das muss ich doch noch von Armin Risi zitieren:

Jedes Weltbild muß von einem ursprünglichen, absoluten Urgrund ausgehen. Für den Darwinismus ist dies die Materie in ihrer abstrakten Urform als Energie. Für den Kreationismus ist es ein Schöpfer, der sich nur über eine einzige, konfessionell definierte Heilslehre offenbart. Aus der Sicht der Involution ist der Urgrund das „allumfassende Bewußtsein“, das alles Relative in sich vereint. Alles Relative (alles Geschaffene) ist letztlich „Bewußtsein“, d. h. individuelle Wesenheit, da das Absolute (Gott) ebenfalls – im wörtlichen Sinn – individuell ist: „unteilbar und ungeteilt“. Das heißt, Gott als absolute Individualität ist sowohl transzendent als auch immanent allgegenwärtig und ist nicht in Vergangenheit und Zukunft aufgeteilt. (Bewußtsein ist in seiner Essenz also nicht Raum und Zeit unterworfen. Das gilt natürlich für Gottes Bewußtsein, aber auch für unseres!)

Und so geschieht „Schöpfung“: Aus dem absoluten, ewigen Hintergrund der Individualität Gottes und aller Geistwesen entstehen (in zyklischen Kreisläufen) Urmaterie und Kosmos durch eine „interdimensionale Evolution“ (= Involution) von den höheren, weniger verdichteten Materieebenen bis hinunter in die Dimension der dichtesten Materie. Während das Ewige immer im „Hintergrund“ (immanent und transzendent) präsent ist, entstehen durch eine göttliche Schöpfung Raum und Zeit (= Universum) und darin zuerst die höchste, am wenigsten verdichtete Dimensionswelt. Dieser höchste „Himmel“ enthält potentiell alle anderen Parallelwelten, die dann, im Lauf der Zeit – oder richtiger: im Lauf von Raum und Zeit – über „Involution“ eine aus der anderen heraus entfaltet werden. Die meisten Mysterientraditionen sprechen hier grundlegend von sieben Dimensionsebenen.

Das Erklärungsmodell der Involution geht von der Absolutheit der Individualität (und nicht von der Absolutheit der Materie) aus und akzeptiert die Multidimensionalität des Kosmos: Bewußtsein und Leben als Urprinzip sind absolute, ewige Realitäten; die verschiedenen Lebenswelten (Dimensionen) und Lebewesen entstehen als „Abbild“ nach den prägenden „Vorbildern“ der nächsthöheren Dimension, letztlich nach dem Urbild des absoluten Bewußt-Seins. Etwas vereinfacht ausgedrückt: „Gott schuf den Menschen nach seinem Abbild.“

Die Evolutionstheorie besagt, daß das „Höhere“ aus dem Nächstniederen hervorgegangen ist, mit Materie als ursprünglicher Grundlage. Die Involutionstheorie besagt, daß das „Niedere“ aus dem Nächsthöheren hervorgegangen ist, mit Bewußtsein als Ursprung und Urgrund.

Zitat Ende
Ich denke, das klingt doch mhr nach Wahrheit als diese primitve Geschichte aus dem Alten Testament

Quelle
http://quer-denken.tv/index.php/bibliot ... ationismus
eander
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von Anzeige » Do 14. Jan 2016, 19:00

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Re: Archonten

Ungelesener Beitragvon Chris » Sa 23. Jan 2016, 22:29

Hallo eander,

du bist hier noch der fleißigste Schreiber im Forum. Danke dir dafür. Ich wollte dir unbedingt noch auf deine Beiträge antworten. Ich stimme dir zu, dass es gut ist, neben einer einzigen Religion bzw. spirituellen System noch weitere zu kennen. Ich habe schon ein bisschen auf deiner Homepage gestöbert, und gesehen, dass du dich schon mit sehr vielen Systemen auseinander gesetzt hast, immer auch sehr von einem sehr kritischen und skeptischen Standpunkt aus.

Ich habe bin seit Kurzem wieder zum Christentum und zur Bibel zurück gekehrt, und bezeichne mich jetzt auch wieder als Christ. Ich habe mich für einige Jahre aber auch sehr intensiv mit dem Buddhismus beschäftigt, und würde sagen, dass ich auch einiges darüber weiß, inklusive tatsächlicher buddhistischer Praxis. Deshalb ist das Christentum nicht die einzige Religion, die ich kenne. So weiß ich z.B. auch, dass das buddhistische Nirvana (oder auf Pali: Nibbana) keineswegs identisch mit dem materialistischen Tod ist, d.h. dem endgültigen Erlöschen des Bewusstseins nach dem Absterben der Neuronen im Gehirn. Das hat Joachim kürzlich fälschlich in seiner Homepage behauptet. Wenn es wirklich so wäre, würde es ja reichen, sich einfach umzubringen, um ins Nibbana zu gelangen, anstatt jahrelange aufwenige und anstrengende buddhistische Praxis zu üben. Statt dessen bedeutet Nibbana einen Geisteszustand frei von Gier, Hass, und Verblendung.

In guten Zeiten mag es richtig zu sein, sich kritisch mit verschiedenen Weltanschauungen auseinander zu setzten. Wir leben aber in keiner guten Zeit mehr. Ich weiß nicht, ob du in Deutschland lebst. Deutschland befindet sich im Augenblick in einer Phase der Zerstörung, und zwar rasant. Wahrscheinlich steht ein Krieg kurz bevor. Das wird alles ändern. Dazu kommen bei mir noch familiäre Probleme. Deshalb habe ich einfach keinerlei psychische Energie mehr, mich kritisch mit verschiedenen Religionen zu beschäftigen. Auch meinen Blog kann ich seit ein paar Montaten nicht mehr weiter führen. Jetzt ist mir vor allem eins wichtig: Verwurzelung. Und ich bin nun einmal nicht im Buddhismus verwurzelt, sondern im Christentum. Außderdem scheint mir der B. keine Antwort auf die derzeitige bedrohliche Lage zu haben. Die Bibel dageben schon: Christus bereitet uns auf die "große Bedrängnis" vor. Lach mich aus, aber das Lesen der Bibel gibt mir Kraft und ich finde dort die Lage, in der wir uns befinden, auf verschlüsselte Weise genau beschrieben, auch auch die Antworten auf die Frage. wie damit umzugehen ist.

Das ist vielleicht jetzt nicht die Antwort, die du erwartet hast, aber es war mich wichtig, das hier nieder zu schreiben, bevor dieses Diskussionsforum vollständig verlassen wird.

Liebe Grüße,

Chris
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Re: Archonten

Ungelesener Beitragvon Dave » So 24. Jan 2016, 19:49

Ich bin doch auch noch da und möchte eigentlich mehr schreiben.
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Der Herr, der Wurm

Ungelesener Beitragvon Dave » So 24. Jan 2016, 19:53

Im Buch Jona findet sich ein sehr interessanter Bericht von ausserordentlicher Tragweite. Es ist der Bericht über den Wunderbaum (wörtlich übersetzt: Jammermachender).

Jona 4:6ff (Elberfelder):
Und Jehova Gott liess einen Wunderbaum wachsen
und dieser wuchs hinauf, um Jona über seinem Haupt
zum Schatten zu werden, weg von dem ihm Missmut bereitenden.
Und Jona freute sich über den Wunderbaum mit grosser Freude. Aber Gott bestellte einen Wurm am folgenden Tag,
beim Aufgang der Morgenröte; und dieser stach den Wunderbaum, so dass er verdorrte.
Und es geschah, als die Sonne aufging, da bestellte Gott einen schwülen Ostwind; und die Sonne stach Jona aufs Haupt, dass er ermattet niedersank.
Und er begehrte, dass seine Seele stürbe und sprach: Es ist besser, dass ich sterbe, als dass ich lebe.
Und Gott sprach zu Jona: Ist es recht, dass du wegen des Wunderbaums zürnest?
Und er sprach: Mit Recht zürne ich bis zum Tode!
Und Jehova sprach: Du erbarmst dich des Wunderbaums, um welchen du dich nicht gemüht und den du nicht grossgezogen hast, der als Sohn der Nacht entstand und als Sohn einer Nacht zu Grunde ging.

Dieser «Beschatter» machte aber zunächst keinen Jammer, sondern Freude. Dies besagt jedoch wenig, denn alles, was uns schliesslich zum Jammer wird beginnt oft vielversprechend und preist sich als Lösung böser Verhältnisse an.

Persönlich können wir daraus lernen, dass über Nacht auftauchende Problemlösungen – der Wunderbaum wurde ja als «Sohn der Nacht» gross (4:10) – gefährlich sind, gerade, weil sie uns zunächst grosse Freude machen (4:6).
Der Wunderbaum ist ein prophetisches Bild auf den «Kain der späten Tage». Kain brachte seinen Bruder um (1. Mose 4:8), er war aus dem Bösen (1. Johannes 3:12) und erwies sich somit als Sohn dessen, der als «Menschenmörder von Anfang an» bezeichnet wird (Johannes 8:44).
Dazu kann noch gesagt werden, dass der Christus im Haupt eines jeden Mannes dargestellt wird (1. Korinther 11:3), so lässt er sich auch im Haupt des Jona erkennen. Es gilt zu beachten, dass sich der Wunderbaum nicht nur über dieses Haupt erhob, sondern – wie es ebenfalls in Jona 4:6 zu lesen ist, dieses Haupt auch überschattet, bzw. verdunkelt. Als «Sohn der Nacht» ist er ein Gegenbild zu den «Söhnen des Tages (1. Th 5:5), die Glieder des Christus sind.
Prophetisch befinden wir uns gegenwärtig in der Nacht. Die letzten dreieinhalb Jahre sind die Zeit des Antichristus (Offenbarung 13:5). Dieser «Wunderbaum» wird sich – endzeitlich gedeutet – bis in die Himmel erheben (Offenbarung 13:6,7; Daniel 8:9–12) und Gott Verherrlichende umbringen (quasi den Abel der Endzeit). Gegen Ende der Nacht, beim Aufsteigen der Morgenröte, geschieht jedoch etwas Unerwartetes, wovon Jona 4:7 berichtet:
Aber Gott bestellte einen Wurm am folgenden Tag,
beim Aufgang der Morgenröte; und dieser stach den Wunderbaum, so dass er verdorrte.

Der Wurm, der den Wunderbaum schlug, in dem ER am Kreuz alle Autoritäten ihrer Herrlichkeit entkleidete und sie dort im Triumph nach zur Schau stellte (Kolosser 2:14,15), wird das, was damals als Rechtsakt erwirkt wurde auch im Gericht am Antichristus vollziehen. Dies wird geschehen, in dem er den Gesetzlosen mittels des Schwertes seines Mundes durch seine Anwesenheit unwirksam machen wird (2. Th. 2:8). Hier zeigt sich der den Wunderbaum schlagende Wurm, der auch später an höchsten Autoritäten das Gehenna-Gericht durchführen wird.

Dieser Wurm, der nicht stirbt, ist also der Christus, der den, der über alle Häupter sich erhebt und sie verfinstert, richtet (Johannes 5:22).

Kann das sein? Der Christus als Wurm?

In Psalm 22:2 lesen wir:
Mein Gott, mein Gott,
Warum hast du mich verlassen?
und weiter in Vers 7:
Ich aber bin ein Wurm und nicht ein Mann,
die Schmach der Menschen und ein verachteter des Volkes.

Wir können die ausserordentliche Bedrängnis dessen kaum erahnen, der hier von sich als Wurm spricht. Zudem: «Wurm» und «Karmesin» (letzteres wurde aus zerquetschten Würmern hergestellt), werden im Hebräischen durch das gleiche Wort wiedergegeben.
Es ist auch eindeutig belegt, dass Jesus Christus am Kreuz für uns zur Verfehlung gemacht wurde, auf dass wir in IHM Gerechtigkeit Gottes werden (2. Korinther 5:21). Dieser Wurm am Kreuz ist der mit unserer Verfehlung, dh. mit unserer Todesnatur Gespeiste.

Auch Hiob spricht von dem Christus, dem Menschensohn als von einem Wurm:
Siehe, selbst der Mond glänzt nicht hell,
die Sterne sind nicht rein in seinen Augen,
geschweige denn der Mensch, die Made,
der Menschensohn, der Wurm.

So wissen wir nun also, dass es der Christus ist, der nicht zu Ende kommende Wurm, der in der Gehenna des Feuers gegenwärtig ist und richtet. Dabei denkt man sogleich an Daniel und seine Freunde, und dem Göttersohn, zusammen im Feuerofen und wie sie keinen Schaden nahmen.

Offenbarung 2:11
Wer überwindet, der wird nicht beschädigt werden, von dem zweiten Tode.

Und als letztes (Offenbarung 14:10):
In Gegenwart der heiligen Engel und in Gegenwart des Lammes wird er in Feuer und Schwefel Qualen erleiden.

Hier können wir ihn erkennen, den richtenden Wurm, den Christus. Seine Gegenwart allein an diesem Gerichtsort bedeutet, er hat sich noch nicht endgültig abgewandt von den Elenden.

Denn alles Gericht ist ein Reinigungsgericht, denn Entsündigung ist das Ziel:

4. Mose 31:23
Alles, was das Feuer verträgt, sollt ihr durchs Feuer gehen lassen, und es wird rein sein; nur soll es mit dem Wasser der Reinigung entsündigt werden; und alles, was das Feuer nicht verträgt, sollt ihr durchs Wasser gehen lassen.
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Re: Archonten

Ungelesener Beitragvon hanjoheyer » Do 5. Jan 2017, 12:00

Wie ich schon sagte: Ich habe nach 30-jährigen Philosophiestudien gefunden, dass die Bibel die beste, widerspruchärmste und komplexeste Philosophie enthält, und nicht nur Philosophie, sondern auch Anleitung zur gelebten Praxis. Die Bibel verspricht das Ewige Leben! Und ich bin davon überzeugt, dass die in der Bibel gelehrte Lehre dieses Versprechen einzuhalten vermag. Kein Wunder, dass die Bibel von den Machthabern der Welt als ein gefährliches Buch angesehen wurde und wird, und dass sie alles tun, sie zu verfälschen. Sie warfen hunderte Falschübersetzungen auf den Markt, zuletzt die neue Luther2017 und die Einheitsübersetzung2017. Es gibt nur noch 2 ungefälsche Bibeln: die Schlachter2000 und die NeueLutherBibel2009, die NICHT von der Deutschen Bibelgesellschaft herausgegeben wird. Es soll noch eine Unrevidierte Elberfelder Bibel von 1905 geben, die ich jedoch noch nicht prüfen konnte.

Die Bibeln nach dem Textus-Receptus-Urtext sind bis auf einige Übersetzungefehler m.E. fehlerfrei. Alle modernen Übersetzungen wurden nach dem von Nestele und Aland zusammengestoppelten verkrüppelten "Urtext" übersetzt und sind Fälschungen.
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